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Bericht zum Musikalischen Wochenende am 7. - 9. Juni 2013

Bericht zum Musikalischen Wochenende am 7. - 9. Juni 2013

von Niels Lükemeier -
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Eine alte Musikerweisheit sagt: „Wer heimlich übt, fällt seinen Kollegen in den Rücken!“ Aus diesem Grund haben wir uns ganz offen zu einem Probenwochenende getroffen. Am Freitagnachmittag um 15 Uhr versammelten sich 27 Musikbegeisterte aus den Bläserklassen der Jahrgänge 5 und 6 und ehemalige „Bläserklassenschülerinnen und -schüler“ aus dem Jahrgang 7, begleitet von sechs hochmotivierten Lehrkräften, um auf der wunderschönen Burg Wittlage in Bad Essen zwei Tage lang intensivst zu proben.

Schon auf der Hinfahrt bei schönstem Wetter herrschte im Bus eine lockere, freudige Atmosphäre. Nach der Ankunft auf Burg Wittlage wurden schnell die Gruppenzimmer bezogen, um endlich das erste Mal die neuen Stücke spielen zu können. Kaum war der Raum hergerichtet, die Notenständer und Instrumente aufgebaut, ging es auch schon los: Elf Stücke sollten am kommenden Sonntag beim großen Abschlusskonzert zu Gehör gebracht werden. Aber würden wir so viele neue Stücke schaffen? Nach dreistündiger Probe stand fest: Ja, wir schaffen das! Mit einem guten Gefühl und noch gar keiner Müdigkeit verließen alle den Probenraum und freuten sich auf den nächsten Probentag.

Samstag, 8. Juni, 7 Uhr: Die Wecker klingeln. Schnell unter die Dusche, weiter zum Frühstück und ab in den Probenraum, in dem die Instrumente auf uns warteten, einen ganzen Tag lang bespielt zu werden. Nach einer Orchesterprobe hieß es dann: Registerproben bis zum Abend! So verteilten sich die Flöten, die Klarinetten, die Saxophone und Hörner, die Trompeten und die Posaunen auf die Zimmer der Burg (sogar ein Jungen- und ein Mädchenzimmer mussten als Probenraum herhalten...), um in ihren Kleingruppen noch intensiver an den Stücken zu arbeiten. Und das Ergebnis konnte sich am Abend auch hören lassen. Mit kaputten Lippen (ja, ein Instrument zu spielen ist körperlich anstrengend!) aber immer noch mit guter Laune wurden alle Stücke noch einmal im Orchester geprobt. Erschöpft aber glücklich sanken am Samstag alle früh in ihre Betten – nicht ganz, denn auf dem Hof der Burg wurde das Burgfest gefeiert: Was die Schülerinnen und Schüler tagsüber freute (es waren Spiele aufgebaut und die Schaumkanone der Feuerwehr war doch sehr beliebt...), hielt doch einige in der Nacht vom Schlaf ab, denn der DJ meinte es doch sehr gut mit seinen feiernden Gästen. Doch kurz nach Mitternacht war es dann endlich so weit: Die so sehr ersehnte Nachtruhe konnte einkehren.

Frisch und munter trafen sich dann alle am Sonntagmorgen, um ein letztes Mal im Register an den Stücken zu feilen. Die Generalprobe zeigte dann, dass wir uns nicht zu viel vorgenommen hatten: Die Stücke klappten prima und es ging los gen Heimat, wo die Aula der Verbundschule auf uns wartete.

Um 16 Uhr startete das Konzert, auf das wir 20 Stunden lang hin geübt hatten. Ungefähr 100 Zuhörer durften den Klängen von „Hey, Pipi Langstrumpf“, „Congratulations“ oder „The Winner Takes it all“ lauschen. Alle Musikerinnen und Musiker waren so motiviert, dass eine konzentrierte Stille auf der Bühne herrschte – oder war es doch die Müdigkeit? Nein! Das Ergebnis zeigte: Es hat sich gelohnt, das Konzert ist gelungen, was der Applaus der Zuhörer zeigte. Wir freuen uns schon jetzt auf’s nächste Jahr!